"Wie viel Geld mag denn da wohl drin sein?", fragen sich die Kicker vom 1. FC Köln bei der Siegerehrung. Durch den 3:1-Erfolg gegen den VfL Bochum kam das Team auf Rang drei - und erhielt dafür übrigens 100 Euro. Foto: Christine Horn
"Wie viel Geld mag denn da wohl drin sein?", fragen sich die Kicker vom 1. FC Köln bei der Siegerehrung. Durch den 3:1-Erfolg gegen den VfL Bochum kam das Team auf Rang drei - und erhielt dafür übrigens 100 Euro. Foto: Christine Horn

2. Kia-Engbert-Cup: Komplimente gibt's aus ganz Deutschland

Von Christine Horn am 03. Dezember 2012 16:38

 

WALTROP. Ein schöneres Kompliment können Gäste nicht machen: „Ich lobe die Organisation und die tolle Gastfreundschaft des VfB.“ So begeistert war Andreas Lang, Trainer der U14-Mannschaft der Spvgg. Bayern Hof, die den Aufwand nicht scheute, im 600 km entfernt gelegenen Waltrop am KIA-Cup teilzunehmen

 

Das Team war Samstag angereist. Die Spieler wurden auf Gastfamilien verteilt, Andreas Lang und sein Co., Jürgen Lindner, gingen gemeinsam mit den Trainern aus Rostock, Mainz und dem VfB Waltrop essen. „Auch das war eine sehr nette Geste“, freute sich Lang.

Wie er von diesem Hallenfußball-Turnier erfahren hat? „Das hat sich bis zu uns nach Bayern herumgesprochen. Wir haben uns beworben und durften kommen.“ Andreas Lang erläutert die Beweggründe, warum sich ein solcher Aufwand lohnt. „In Hof gibt es kein Bundesliga-Nachwuchszentrum wie zum Beispiel in Nürnberg. Wir haben auch kein Einzugsgebiet wie die Dortmunder, die schnell auf eine Millionen Menschen kommen. Bei uns in Hof leben dagegen nur 48 000 Menschen. Umso wichtiger ist es, den Jungs, die zu uns kommen die Möglichkeit zu geben, sich auch einmal mit anderen Teams zu messen.“ Dass die „Hofer“, die lautstark von ihrem Anhang angefeuert wurden, dann auch noch das Endspiel erreichten, unterstrich die Aussage von Co-Trainer Lindner: „Wir haben einen überragenden Jahrgang.“ Dies bekam in der Vorrunde auch der Vorjahressieger BVB zu spüren. Zwar gingen die Dortmunder dreimal in Führung, jedoch glichen die Bayern dreimal aus: 3:3.

Umso spannender war die Frage, ob das Finale wieder eine so enge Kiste werden würde. Nein, wurde es nicht: Mit einem schnellen Doppelpack brachte eines der größten Dortmunder Talente, David Kopacz, die Schwarz-Gelben in Führung. Jetzt fielen die Tore fast im Halb-Minuten-Takt: Julian Schwermann, zweimal Sefa Topcu und noch einmal David Kopacz erzielten die Tore zum souveränen 6:0-Erfolg – somit war die Titelverteidigung perfekt.
Mit im Siegerteam waren die beiden Ex-VfBer Marc-André Kositzki und Jonas Brendieck. „Ich bin froh, dass ich nach Dortmund gegangen bin. Man lernt viel, es gefällt mir“, so Kositzki. Der Auftritt an alter Wirkungsstätte gefiel auch Torwart Jonas Brendieck, der in der Mannschaft alle zwei Spiele zum Einsatz kommt: „Das ist ein cooles Gefühl, hier wieder zu spielen.“ Dass Bundesliga-Star Kevin Großkreutz, der das Team regelmäßig begleitet, ihr persönlicher „Daumendrücker“ ist, freut die beiden Jungs. „Er kommt auch mal beim Training vorbei“, erzählt Jonas.

VfB-Jugendleiter Thomas Breimann lobte das vorbildliche Verhalten des Profis: „Das ist eine Riesengeste, sich nach dem Spiel in Bayern am Samstagabend tagsdrauf hier fünf Stunden in die Halle zu setzen, bei den BVB-Spielen so mitzugehen und die Jungs nach der Siegerehrung abzuklatschen.“ Ein dickes Dankeschön gab es vom Organisationsteam rund um Sven Jahn, Oliver Naumann, Thomas Breimann und Michael Hölscher für die Teutonen. „Es war sehr angenehm für uns, dass wir das Vereinsheim zum Mittagessen nutzen durften. Vielen Dank!“

Einziger Kritikpunkt war das Auftreten der Schiedsrichter. „Zu arrogant“, war die einhellige Meinung der Trainer. „Wir hätten uns gewünscht, dass uns der Kreis Schiris mit mehr Routine und Abgeklärtheit geschickt hätte. Es haben sich einige Trainer beschwert“, so Thomas Breimann.

Während das fleißige Helferteam das SpoNo nach Turnierende wieder auf Vordermann brachte, waren die Hofer schon längst wieder auf der Rückfahrt. Mit Platz zwei im Gepäck und der Gewissheit, am Montag schulfrei zu haben…

 

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Jugendfußball: Glücksbringer Kevin Großkreutz drückt im SpoNo die Daumen

Von Christine Horn am 02. Dezember 2012 18:17

 

WALTROP. Die U14-Junioren von Borussia Dortmund haben wie bereits im vergangenen Jahr den KIA-Engbert-Cup, ausgerichtet vom VfB Waltrop, gewonnen.

 

Begleitet wurde das Team vom Bundesligastar Kevin Großkreutz, der den Jungs – darunter die beiden Ex-VfB-Spieler Marc-André Kositzky und Jonas Brendieck – die Daumen drückte. Das Team gewann den großen Pokal durch einen souveränen 6:0-Finalsieg gegen die Spvgg. Bayern Hof.
Dritter wurde der 1. FC Köln nach einem 3:1-Erfolg gegen den VfL Bochum.
Teilnehmer und Organisatoren waren mit der zweiten Auflage des Turniers rundum zufrieden.

Der BVB gewann 2011 das Turnier. In diesem Jahr sind die Schwarz-Gelben zum Bedauern des ausrichtenden VfB Waltrop nicht dabei. Foto: Christine Horn
Der BVB gewann 2011 das Turnier. In diesem Jahr sind die Schwarz-Gelben zum Bedauern des ausrichtenden VfB Waltrop nicht dabei. Foto: Christine Horn

Jugendfußball: KIA-Engbert-Cup steigt am 2. Dezember

Von Christine Horn am 19. November 2012 12:08

WALTROP. Spvgg. Bayern Hof oder Hansa Rostock – es scheint sich in der deutschen U14-Szene herumgesprochen haben, dass es sich lohnt, den vom VfB Waltrop organisierten KIA-Engbert-Cup mit ins Programm aufzunehmen.

 

Anders lässt es sich nicht erklären, warum die Kicker aus dem hohen Norden Deutschlands die lange Anfahrt nach Waltrop auf sich nehmen.„Hof hatte bei uns angefragt, ob sie teilnehmen dürfen. Es ist doch erstaunlich, dass sich unser Turnier bis in den Süden herumgesprochen hat. Zumal deren erste Mannschaft mal in der zweiten Bundesliga spielte, haben wir zugesagt“, sagt Turnier-Mitorganisator Olli Naumann. Hansa Rostock wiederum hatte der VfB kontaktiert. „Über deren Zusage freuen wir uns genauso wie über die des FSV Mainz 05“, sagt Naumann. Auch er sorgt wieder dafür, dass die Kicker dieser drei Mannschaften bei den Familien seiner U15-Fußballer untergebracht werden.Schließlich beginnt das Turnier am Sonntag, 2. Dezember, bereits um 9 Uhr in der Halle des Sportzentrums Nord.Jedoch gibt es von Seiten Naumanns auch Grund zu Kritik. So kommen weder der Titelverteidiger Borussia Dortmund, noch das Team des FC Schalke 04. „Wir haben wohl diesmal einen etwas ungünstigen Termin ausgesucht, weil Spieltermine in der Liga der Sonntag und der darauffolgende Samstag sind. Aber selbst der BVB hat das Spiel gegen S04 auf Samstag verlegt und kommt als Vorjahressieger nicht zu uns. Das ist sehr schade“, so Naumann, der vor drei Tagen eine weitere Absage hinnehmen musste: Nach einem Trainerwechsel beim FC St. Pauli hat das Team abgesagt. Dennoch ist Naumann mit der Qualität des Starterfeldes zufrieden. Er bemüht sich jetzt noch um Alemania Aachen – ansonsten sind die drei Gruppen voll.Gespielt wird am 2. Dezember, ab 9 Uhr je einmal zehn Minuten lang. Erneut wird vor die Zuschauerreihen die Bande der Inlinehockey-Mannschaft „Mustangs“ aufgestellt. Nach Ende der Vorrunde beginnt um 15.12 Uhr das Viertelfinale und eine Stunde später das Halbfinale.Das Spiel um Platz wird um 16.48 Uhr angepfiffen und das Finale um 17 Uhr.

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